Arbeitsrecht

Ist erst einmal das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter oder Vorgesetztem gestört, wird die kommunikative Abwärtsspirale zu einem Arbeitsrechtsstreit führen. Die sogenannten Kündigungsschutzklagen gehen in aller Regel doch mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses einher, sehr viele führen dazu, daß nennenswerte Summen an den Arbeitnehmer gezahlt werden – und fast immer sind die Beziehungen der Beteiligten am Ende noch gestörter. Aus Sicht aller Beteiligten also ein Szenario, das nicht gewollt sein kann.

Prekärer wird es, wenn aus Sicht des Arbeitnehmers eine Mobbing-Situation im Raum steht, wenn aus Sicht der Organisation der gute Ruf, Betriebsgeheimnisse oder gar das Gemeinwohl gefährdet erscheint. Dann ist die Situation zumeist emotional noch aufgeheizter, andererseits stehen schnell wirklich schmerzhafte wechselseitige Schadenersatzforderungen im Raum. Solche Prozesse mit Klage und Widerklage, vielleicht bis zum Bundesarbeitsgericht, führen allenfalls aufgrund der langen Prozessdauer zu einer gewissen Abkühlung der Emotionen. Zwischendurch binden sie auf jeden Fall in ökonomisch kaum vertretbarem Maße Kräfte auf beiden Seiten. Es werden also Geld und Arbeitskräfte verschlissen, die andernfalls für produktive Zwecke zur Verfügung stünden. Daneben werden die Beziehungen nicht wiederhergestellt, sondern auch in ihren vorhandenen Resten völlig zerstört, so daß man auch nach Jahren noch verbrannte Erde betritt – oft mit Folgen bei den verbleibenden Mitarbeitern.

Was wollen beide Seiten eigentlich ? In Wirklichkeit wollen die meisten Menschen selten über längere Zeit nur Recht haben. In der Situation, in der es eventuell zu Whistleblowing kommt, vereint den Mitarbeiter mit der Organisation meist doch das Interesse an einer Arbeitsweise, die effizient und gesetzmäßig einen Wert für die Gemeinschaft produziert. Dieses Ziel kann kaum durch einen Rechtsstreit gegen einander erreicht werden. Hingegen kann Mediation die Beteiligten darin unterstützen, ihre gemeinsamen Ziel (und ggf. separaten Interessen) zu erkennen und zu erreichen. Natürlich baut Mediation auf ein gewisses Maß an Einsicht und guten Willen der Beteiligten. Keiner wird sich der Illusion hingeben, dass die Voraussetzungen für eine Mediation stets gefunden werden können, so dass gelegentlich ein Rechtsstreit nicht zu vermeiden ist. Nachdem jedes sinnvolle, konstruktivere Mittel versucht worden ist, ist ein Rechtsstreit dann natürlich konsequent und mit Sinn für die Folgen zu führen. In diesem Sinne können Sie hier Beratung erwarten.