Beratung für Risikomanagement
Wo sich Chancen eröffnen sollen, müssen auch Risiken in Kauf genommen werden. Eine Grundlage effektiver Unternehmenskontrolle liegt darin, dass sich risikobereite und risikoscheue Akteure wechselseitig kontrollieren – aber auch unterstützen.
Ein Beratungsansatz im Bereich der Whistleblowing Problematik wird also immer darin bestehen, das Risikomanagement einer Organisation zu verbessern. § 91 II AktG verlangt zwingend vom Vorstand einer AG (und entsprechend von der Leitung größerer GmbHs), ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Da aber nicht alle Vorgänge allein von oben überwacht werden können, ist es nötig, auf alle im Unternehmen ohnehin vorhandenen Kenntnisse zurückzugreifen. Das bedeutet, dass ein solches System zwingend Vorkehrungen dafür zu treffen hat, dass die Hinweise aus der Belegschaft aufgenommen, dokumentiert und sinnvoll verarbeitet werden. Gleichzeitig muss es allen Beteiligten klar sein, dass nicht jedes Risiko vermieden oder beseitigt werden muss oder auch nur kann. Das System kann aber nur dann effektiv funktionieren, wenn sich alle Mitarbeiter dazu ermutigt fühlen, sich über die Ernsthaftigkeit der von ihnen wahrgenommenen Risiken zu informieren und diese in konstruktiver Weise weiter zu melden.
Alle Beteiligten müssen wissen, dass Risiken vollständig und richtig erfasst, eingeschätzt und behandelt werden müssen. Die Art der auf die Risikoanalyse folgenden Behandlung kann auch in einer Akzeptanz des Risikos bestehen. Allerdings sollten die mit dem Risiko vertrauten Mitarbeiter verstehen, warum eine bestimmte Risikobehandlung für das Unternehmen angemessen erscheint, sonst kann der Eindruck entstehen, die Leitung sei blind oder übermässig tolerant gegenüber diesem Risiko – und wünsche vielleicht auch keine Reaktionen über andere Risiken. Die Kommunikation über Risiken und über ihr angemessenes Management ist ein komplexer Kommunikationsprozess, der in der Hektik des Alltags misslingen kann. Wenn er misslingt entsteht ein zusätzliches internes Risiko eigener Art: die Leitung wird nicht mehr ausreichend über Veränderungen in der Risikolandschaft informiert und läuft Gefahr, von unbekannten oder wesentlich veränderten Risiken überrascht zu werden.
Das von uns entwickelte Risk Communication Concept – unterstützt die Verbesserung interner Risikokommunikation.
Seine Grundelemente bedeuten:
- wird ein Risiko wahrgenommenen, wird auch darüber kommuniziert,
- diese Kommunikation bleibt nicht folgenlos,
- und alle wissen das.
→ offene Kommunikation – konsequent transparent !

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