Krise und Deeskalation
Wenn die Kommunikation nicht mehr rund läuft, entstehen schnell Reibungsverluste. In der weiteren Eskalation können die Konflikte so massiv werden, dass sie die einfachsten Abläufe in der Organisation stören. Oft sind Phänomene zu beobachten, die in den letzten Jahren unter dem Stichwort Mobbing erfasst werden. Damit werden alle Beteiligten und die ganze Organisation großen Gefahren ausgesetzt.
Diese Konflikte sind jedoch selten sinnvoll vor Gericht ausfechtbar. Vielmehr geht es darum, schnellstens die Arbeitsfähigkeit des Einzelnen und der Organisation wiederherzustellen, zu gegenseitiger Achtung und angemessener Kommunikation zurückzufinden – die Gewaltspirale zu durchbrechen. Wenn die Beteiligten ihre Vorteile in einer kooperativen Konfliktbearbeitung erkennen können, ist die Begleitung durch einen Konfliktlotsen oder Mediation die ideale Art, solche Konflikte anzugehen. Ziel ist es dann, die Interessen aller Beteiligten herauszuarbeiten und bestmöglich zu verwirklichen – ganz anders als beim klassischen “Kompromiss,” bei dem keiner sein Ziel erreicht und jeder etwas “aufgeben” muss. Konstruktive Kommunikationsarbeit nach Art der Mediation läßt innerhalb weniger Wochen ein Ergebnis erwarten. Ein konkreter Konflikt am Arbeitsplatz läßt sich meist innerhalb von 2–3 Treffen bearbeiten.
Im Zusammenhang mit externem Whistleblowing gilt es daneben regelmäßig, die nach außen erkennbaren Anzeichen einer Krise so zu bearbeiten, dass sich der Schaden nicht weiter fortfrißt. Die effektive Beratung muss dazu berücksichtigen, auf welchem Feld gerade der dringendste Handlungsbedarf liegt – etwa bei Reputationsrisiken. Die entsprechende Beratung wird daher völlig individuell aufgebaut.

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