Risikomanagement

Es gibt keine Unternehmung ohne Risiko – d.h. jede Organisation, jeder Mensch muss mit Risiken umgehen. Erst aus dem Risiko ergeben sich auch die Chancen. Ebenso wie es klar ist, dass manche Risiken freudig akzeptiert werden, können andere nicht getragen werden.
Der Prozess der Abwägung und Auswahl der geeigneten Behandlung von Risiken steht im Kern des Risikomanagements. Typischerweise werden in der Unternehmenswirklichkeit die meisten Risiken nicht behandelt. Das ist oft die einzig richtige Entscheidung, sollte aber auf informierter Grundlage geschehen. Es kommt also stets darauf an, die Risikoumgebung einer Organisation zu kennen. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess (Kreislauf), der aus drei wesentlichen Phasen besteht:

  • Risikoanalyse,
  • Risikobehandlung
  • Risikobeobachtung

Der Prozess kann für ein neu erkanntes Risiko in jeder der drei Phasen einsetzen, darf dann aber nicht enden, bevor es das Risiko tatsächlich nicht mehr gibt (selten genug).

Im Ein-Mann Betrieb ist klar, wer das Risikomanagement zuständig ist. In jedem größeren Unternehmen sind jedoch strukturierte Kommunikationsprozess erforderlich, damit eine informierte Entscheidung über die Risikobehandlung getroffen werden kann. Konstruktive interne Risikokommunikation ist die Grundlage eines für jede Unternehmung nötigen, effizienten Risikomanagements.

Beim Whistleblowing handelt es sich um eine prägnante Form der Risikokommunikation. Manchmal ist sie nicht ausreichend konstruktiv, oft stößt sie intern auf taube Ohren. Stets ist sie Indiz für gefährliche Lücken im Risikomanagement. Der solchermaßen frustrierte interne Whistleblower wird geneigt sein, seine Loyalität gerade dadurch zu beweisen, dass er extern auf die Risiken hinweist – um größeren Schäden vorzubeugen. Wie konstruktivere Wege gefunden werden können, bzw. wie mit den Folgen umzugehen ist, dazu finden Sie hier erste Hinweise.